Städtebauförderung
Wer braucht denn nen Tag der Städtebauförderung? Keine Ahnung. Aber wir in unserer Region brauchen Städtebauförderung. Die Zahlen zeigen, dass Land und Bund auch unsere Region nicht allein im Regen stehen lassen.
Die Städtebauförderung ist ein zentrales Instrument der Stadtentwicklungspolitik des Bundes und der Länder. Sie dient der nachhaltigen Erneuerung und Entwicklung von Städten und Gemeinden, insbesondere zur Stärkung zentraler Ortslagen, Verbesserung der Lebensqualität und Sicherung des städtebaulichen Erbes. Die Umsetzung erfolgt in enger Kooperation zwischen Bund, Ländern und Kommunen (Bund / Land und Kommune beteiligen sich in der Regel zu je 1/3 Drittel).
In den letzten Jahren konnte in Jarmen noch das Rathaus als letztes Projekt der Städtebauförderung einweihen. Auch in Loitz werden derzeit die letzten Projekte umgesetzt wie das Mehrgenerationenquartier oder die Sanierung des Stadthauses aus dem 18. Jahrhundert in der Langen Straße.
In Demmin wurde kürzlich das neue Sanierungsgebiet "Anklamer Vorstadt II" bewilligt. Hier befinden sich zum Beispiel die Kasernengebäude, in denen die Stadtbücherei untergebracht sind, aber auch das historische Landratsamt mit dem Stadtmuseum.
Um zu verstehen, wie viel Geld dadurch aus Schwerin und aus Berlin zu uns fließt, hier mal ein paar Zahlen für Demmin aus dem Innenministerium:
Die Gesamtmaßnahme "Historischer Stadtkern / Anklamer Vorstadt" in Demmin wurden im Zeitraum von 1991 bis 2013 Finanzhilfen des Bundes und des Landes in Höhe von rund 18,3 Mio. EUR bewilligt. Durch die Förderung konnte der Stadtkern saniert, denkmalgeschützte Gebäude erhalten und kommunale Infrastrukturen modernisiert werden.
Dazu kommen EU-Fördermittel in Höhe von knapp 4 Millionen Euro zwischen 2014 und 2020 im Rahmen der Stadtentwicklungsrichtlinie.
Seit 2023 wird die Gesamtmaßnahme "Anklamer Vorstadt II" mit Finanzhilfen des Bundes sowie des Landes von bis dato rund 2,8 Mio. EUR unterstützt. Der Förderzeitraum zur Erreichung der Stadtentwicklungsziele ist auf max. 15 Jahre (plus 6 Kassenraten) ausgerichtet. Die Gebietsgröße beträgt 18,2 ha. Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich lt. dem Sanierungsträger auf 37,5 Mio. EUR. (Stand 2024)