Die Vereinten Nationen rufen zu mehr Gleichstellung in den Wissenschaften auf. Seit 10 Jahren gibt es am 11. Januar den Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft. Darauf mehr Aufmerksamkeit zu legen, ist dringend notwendig:

Frauen machen an den Unis Karriere-Workshops, Männer machen Karriere. Frauenförderung hilft zwar, das Problem sitzt aber tiefer:

  • Vorurteile,
  • zu kurzes Zeitfenster für Karriere,
  • Familie und Beruf kaum vereinbar,
  • Führungskräfte fördern, wer ihnen ähnlich ist, ergo Männer fördern Männer,
  • Kultur der Missgunst statt Freude an Vielfalt,
  • ein Beruf verliert an Ansehen, sobald ihn mehr Frauen ausüben.

Weltweit liegt der Frauenanteil bei Professuren bei etwa 1/3, in Deutschland ist er geringer aber steigend. 

Der Frauenanteil in der Wissenschaft nimmt zu: Frauen kommen oft auf schlechter dotierte und befristete Professuren oder besetzen Subdisziplinen, die weniger angesehen sind. Dort konkurrieren dann Professorentöchter mit Aufsteigern aus dem Arbeitermilieu. Das professorale, männliche Establishment bleibt unter sich.

Kein politisches Förderprogramm kann machen, dass sich die Berufskultur an Unis und in der Gesellschaft ändert.

Alle müssen anpacken, indem sie Wissenschaftlerinnen, Handwerkerinnen, Computerfachfrauen und Informatikerinnen mit demselben Respekt begegnen wie ihren männlichen Kollegen.

Mehr zu Frauen in der Forschung bei der Tagesschau.

Mehr zur UNESCO-Kampagne.